Finja und Rondrian! Wie alles begann!

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Finja und Rondrian! Wie alles begann!

Beitrag  Rondrian Zornbold am Mi 21 Aug 2013 - 0:06

Finja, welchen Standes ist sie?

Tja das mit Finjas Vergangenheit ist so eine Frage, sie ist als Waise bei heilkundigen Priesterinnen aufgewachsen.
Ihre Mutter hat sie dort zur Welt gebracht und ist bei der Geburt gestorben.
Über die Abstammung ihrer Mutter wurde hinter vorgehaltener Hand viel geredet. Immer wieder schnappte sie von Reisenden und Leuten aus dem nahegelegenen Dorf die ins Heiligtum kamen Gerüchte über ihre Herkunft auf. Die Leute sagten sie sei eine Hübschlerin gewesen die bei den Priesterinnen um Beistand bei der Geburt ersucht hatte. Die Reisenden wiederum behaupteten sich an eine Geschichte zu erinnern bei der die Tochter eines Clanführers sich in einen unstandesgemäßen Mann verliebt hatte und von diesem schwanger geworden war. Nachdem deren Familie es nicht akzeptiert hatte dass sie das Kind nach der Geburt behalten wollte, soll sie bei Nacht und Nebel verschwunden sein. In dem betreffenden Landstrich wurde noch Jahre nach dem Verschwinden darüber geredet.
Die Einzige die wirklich wusste wie es gewesen war, die Hohepriesterin, hatte die Wahrheit mit ins Grab genommen. Sie hatte es Finja erzählen wollen wenn diese die Schwelle vom Mädchen zur Frau überschritten hatte, war aber vorher gestorben.

Nach dem Tod der Hohepriesterin änderte sich vieles. Die Nachfolgerin glaubte den Gerüchten aus dem Dorf dass Finja die Tochter einer Unehrlichen sei und behandelte diese auch so. Hatte sie früher an den Unterrichten mit den anderen Novizinnen teilnehmen dürfen, so musste sie nun Magdienste verrichten und wurde von allen gemieden. Nachdem Finja zur Frau herangereift war verließ sie das Heiligtum, und machte sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit.
Sie zog mit Gauklertruppen von Stadt zu Stadt bot dort ihre Dienste als Kräuterkundige an oder verdingte sich in Schenken oder Haushalten als Magd.
So traf sie auch eines Tages die Gruppe der Rhaganten, die sie als gleichwertiges Mitglied aufnahmen und so zog mit ihnen weiter auch in die Drachenlande. In deren Begleitung ,so hoffte sie, würde sie vielleicht irgendwann mehr über ihre Vergangenheit herausfinden

Das ist Schade!

Rondrian hat sich nämlich ziemlich in Finja verguckt!
Leider steht es dem 1. Provost der königlich amsivarischen Armee nicht an einer gemeinen Magd den Hof zu machen!
Da er durch die Liebe zu einer Frau bereits den Posten des 1.Offiziers der königlichen Reitergarde verlor, ist es eher unwahrscheinlich, daß er dieses Risiko eingeht!

Für Finja war diese Antwort lächerlich!

Sie holte Luft. Nun werter Herr Rondrian Zornbold setzte sie an,
Ich habe mich in der Beschreibung meines bisherigen Lebens wohl etwas falsch ausgedrückt. Nur weil meine Abstammung nicht geklärt ist, heißt das noch lange nicht dass ihr mich wie eine Magd behandeln könnt.

Ich habe, um es euch deutlich zu machen, die Ausbildung zu einer Priesterin und Heilerin der Göttin Erius genossen. Diese Göttin ist eine der höchsten in meiner Heimat, denn sie verkörpert unser Land auf dem wir leben, das uns alles gibt was wir brauchen. Diese Ausbildung steht nur den Töchtern von Clanführern offen! Die Hohepriesterin die meiner Geburt beiwohnte und versuchte meine Mutter zu retten wird ihre Gründe dafür gehabt haben diesen Weg für mich zu wählen.

Sie sagte mir auf dem Sterbebett dass ich meinen Vater finden müsse, dass dies aber eher heimlich als öffentlich geschehen müsse. Um mir doch noch helfen zu können übergab sie mir ein Amulett welches eindeutig nicht aus meiner Heimat stammte. Es war von der Art wie es die Nordmänner tragen. Sie sagte ich müsse reisen bis ich jemanden fände der den Clan kennen würde zudem dieses Amulett gehört. Aber ich dürfe es nicht leichtfertig jedem zeigen denn in den falschen Händen wären das Amulett und ich ein hinreichendes Druckmittel.

Zu mehr kam sie nicht denn, nach diesem Satz durchschnitten die Nornen ihren Lebensfaden!

Dass die neue Hohepriesterin mich in die Küche steckte und meine Ausbildung nicht akzeptierte lag daran dass ich ihr immer ein Dorn im Auge war. Es war persönlicher Hass der sie dazu brachte. Denn die alte Hohepriesterin wollte egtl mich zu ihrer Nachfolgerin ausbilden lassen. Aber ich lehnte dieses Ansinnen immer ab, da mir trotz der Ausblidung und der langen Zeit die ich im Heiligtum gelebt hatte, klar war dass ich nicht den Rest meines Lebens dort verbringen wollte. Sie wusste dass sie nicht die erste Wahl war, aus diesem Grund wurde ich zum Ziel ihres Hasses.

Und nun sagt mir Herr Zornbold, wie hätte ich mich nach meinem Weggang aus dem Heiligtum verhalten sollen? Hätte ich mit dem Amulett und meiner Geschichte zu den Obersten des Dorfes gehen sollen? Zu den Menschen vor denen mich die ehrwürdige Mutter gewahrnt hatte, dass sie nichts Gutes im Sinn hätten?
Da das Erbe meine Mutter zwar über gewisse Barschaft beinhaltete hätte ich die erste Zeit meiner Reise vielleicht nicht arbeiten müssen, aber was wäre danach gewesen? Hätte ich mich für ein paar Pfenninge auf den Rücken legen lassen sollen um mein Leben zu bestreiten??

Da erschien es mir doch ehrenhafter den Menschen mit meinem Wissen über Kräuter und deren heilende Wirkung zu helfen und meine Reise dadurch zu finanzieren. Da es aber in vielen Städten ansässige Heiler und Apotheker gab musste ich auch mit diesem Wissen vorsichtig sein um nicht als Hexe oder Giftmischerin angeklagt zu werden. Denn nicht in allen Gegenden waren die Menschen noch so fest im Glauben an Eriu wie dort wo ich aufgewachsen war. Viele hatten sich schon der neuen Lehre angeschlossen die die Menschen auch dazu brachte in Weisen Frauen Böses zu sehen.
In Gegenden wo dies der Fall war schien es mir klüger mich bei den höheren Herrschaften als Köchin zu verdingen. Diese waren immer sehr angetan von meinen Rezepten und wollte mir teilweise auch eine feste Anstellung als Beschließerin oder ähnliches geben, aber der Drang meine Wurzeln zu finden war immer stärker.

Wenn ich an einem Ort nicht mehr bleiben wollte zog ich mit fahrendem Volk oder im Tross eines Besuchers weiter. Das war eine einfache und vor allem unaufällige Art Informationen zu sammeln. Denn Gerüchte gab es immer und überall. Man musste nur lernen Wahrheit und Erfindung zu trennen.

Wütend schnaubte Finja sie hatte sich in Rage geredet und das war nicht gut, aber dass er sie als Magd bezeichnet hatte hatte sie so wütend gemacht. Diese Wut konnte auch durch die zarten Gefühle die sie für ihn empfand nicht gemildert werden.

In ihrer Wut setzte sie zu einer weiteren wütenden Bemerkung an, denn sie hatte in den Drachenlanden einiges über ihn erfahren was ihren Zorn noch steigerte. Denn dieser Mann der ihr an den Kopf warf nicht gut genug zu sein, hatte selbst eine unklare Vergangenheit, das hatte er ihr selbst erzählt. Er hatte in seiner Jugend sein Gedächtnis verloren.
Danach, das wusste sie aus anderen Quellen, war er mit einer Söldnertruppe durch die Lande gezogen und hatte sich Ruhm und Ehre verdient. Auch auf seiner Reise in die Drachenlande hatte er Ruhm und Reichtum erworben. Von dort zurückgekehrt verdiente er sich in Schlachten die Ehre in der Armee des amsivarischen Königs als 1. Offizier der Reitergarde zu dienen. Er stellte seine Fähigkeiten auch in großen Schlacht unter Beweis, sodass er von Prinzen zum Leibwächter von dessen Verlobter ernannt wurde. Aber dieser Auftrag ging schief. Er verliebte sich in seine Schutzbefohlene und die Geschichte kam heraus. Daraufhin wurde er vom Hof der Prinzen verbannt. Er konnte sich nach einiger Zeit zwar wieder das Ansehen eines Grafen verdienen, aber der Makel der Tändelei mit der Prinzessin blieb an ihm haften.

Finja wollte diesem aufgeblasenen Wicht all das an Kopf werfen, aber sie wusste auch dass sie in ihrer Wut nur Dinge sagen würde die ihr später leidtun würden.

So sah sie ihn nur an und meinte:
Ihr seid ein Mann ohne Vergangenheit und Familie, genau wie ich.
Ihr der ihr früher genauso ein Namenloser und aus dem Schatten gekrochener wart wollt behaupten dass ich nicht gut genug sei für euch. Einen der der Sohn eines Bauern oder Knechts sein könnte.
Das ist nicht der ehrenhafte Krieger als den mir eure Freunde euch beschrieben haben. Das ist das Bild eines kleingeistigen, von Standesdünkeln geprägten Einfaltpinsels. Nur gut dass ich es so früh bemerkt habe.
Nein ihr seid kein Mann für mich hochwohlgeborener Herr Zornbold.

Sie drehte sich um und ging.
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Re: Finja und Rondrian! Wie alles begann!

Beitrag  Rondrian Zornbold am Mi 21 Aug 2013 - 0:14

Rondrian steht noch immer mit offenem Mund da und schaut der holden Maid nach, die ihm soeben gehörig den Kopf gewaschen hatte und fürchtet das zarte Pflänzchen der Zuneigung bereits im Keim zertreten zu haben.
Woher wusste Sie von der Prinzessin und den Söldnern und das alles?
Er ärgert sich über sein wieder einmal viel zu loses Mundwerk welches er aber mittlerweile geschlossen hat!
Fest entschlossen nicht kampflos die Segel zu streichen wandte er sich zum gehen!
Nein, diese Frau, die ihm derart Paroli bot und ihm dadurch so mächtig imponierte würde er nicht durch seine vorlaute Art vergraulen!
Koste es was es wolle und müßte er sich auch dafür zum einfachen Soldaten degradieren lassen!

Finja blickte über die Schulter zurück.

Sie sah ihn stehen und sich dann einfach rumdrehen und gehen.
Entäuscht seufzte sie. Tja das war wohl zuviel gewesen.

Manchmal verfluchte sie ihr Temperament

Als er sich zum gehen wendet, bemerkt Rondrian aus den Augenwinklen wie sich Finja noch einmal nach ihm umschaut und neue Hoffnung keimt in ihm auf!

Er muß bei einem schäumenden Humpen mit seinem alten Freund und Kampfgefährten und frisch gebackenem Ritter Duran über die ganze Angelegenheit reden.....

Es waren einige Tage vergangen und trotzdem kochte Finja immer noch vor Wut.

Sie hatte ihren Freunden, den Rhaganthen die bereits aufgebrochen waren, gesagt sie würde nachkommen sie würde sie finden, denn sie kannte ihr Ziel. Aber jetzt brauchte sie erstmal Zeit für sich um ihre Wut zu verarbeiten. So zog sie ziellos durch den Wald und grübelte. War sie zu heftig gewesen, war ihr Temperament mal wieder mit ihr durchgegangen.

Aber je länger sie darüber nachdachte, desto mehr kam sie zu der Überzeugung dass es richtig gewesen war. Denn was hätte es gebracht sich das gefallen zu lassen? Das Ergebnis wäre das Gleiche gewesen, er wäre gegangen. So konnte sie wenigstens über seinen verdutzten Gesichtsausdruck schmunzeln als sie ihm die Meinung gesagt hatte.

Als sie wieder mit sich im Reinen war, machte sie sich auf den Weg ihren Freunden zu folgen. Denn sie war der zu der Überzeugung gelangt dass es keinen Sinn hatte zu warten.

Finja folgte der Spur ihrer Gefährten, doch so recht wollten sich ihre Gedanken nicht kontrollieren lassen.
Immer wieder wenn sie nicht achtgab machten sie sich selbstständig und wanderten zu dem Tag zurück, an dem sie Rondrian im Streit zurückgelassen hatte.
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